Darm, Darmkrebs, Darmkrebs-Vorsorge

Wir haben schon einmal über den Darm einen Ratgeber verfasst, um genau zu sein über seine Hauptfunktion nämlich über die Verdauung! Aus aktuellem Anlass, in vielen Apotheken wird die Darmkrebsvorsoge vom 1.3. bis 16.4. angeboten (auch bei uns), möchten wir nochmals über dieses Thema einen Ratgeber anbieten.
(Der Ratgeber über Verdauung ist auf unserer Homepage zum Anschauen, oder ist bei uns in der Apotheke erhältlich.)

Die Verdauung findet bekanntermassen im Verdauungstrakt oder Gastrointestinal-trakt statt. Sie beginnt im Mund und endet am Anus mit Hilfe mehrerer Organe mit den unterschiedlichen Funktionen. Im Fokus steht diesmal der Dickdarm. Er bildet nach dem Mund-Rachen-Raum, der Speiseröhre, dem Magen und dem Dünndarm den letzten Abschnitt. Seine Hauptfunktion besteht in der Eindickung des Darminhaltes durch die Rückresorption von Wasser.
(Auf die „Mitbewohner“, die Bakterienflora, und ihren Einfluss auf unsere Gesundheit, gehen wir hier nicht ein, das ein Thema für einen weiteren Ratgeber.)
Durch die Beimengung von Schleim wird der Kot (Fäzes) gebildet. Die Länge des Dickdarmes wird je nach Lebensalter bis zu 1.5 m angegeben, der Durchmesser beträgt 6 bis 8 cm.

Viele Erkrankungen machen sich durch die folgenden Symptome bemerkbar:

  • Durchfall,
  • Verstopfung,
  • Gasbildung und
  • Flatulenz, das Entlassen des Gases mit unangenehmer Geruchsbelästigung.

Auf die speziellen Darmerkrankungen, die chronisch entzündlichen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wird hier auch nur kurz eingegangen. Andere wie das Reizdarmsyndrom, die bakterielle Fehlbesiedlung, der Darmverschluss, Pseudodarmverschluss oder akute Darmdurchblutungsstörung werden nicht weiter erwähnt.
Die Colitis ulcerosa betrifft nur einen Teil des Dickdarmes und beschränkt sich auf die Oberfläche der Darmschleimhaut. Der Stuhlgang ist oft mit Schmerzen und Krämpfen begleitet.
Morbus Crohn kann dagegen den ganzen Verdauungstrakt betreffen und dort alle Schichten des Gewebes. Die Bauchschmerzen sind eher allgemein, meist aber stärker nach dem Essen.
Beide Erkrankungen verlaufen in Schüben mit mehr oder weniger langen Ruhe-Phasen. Ebenso findet man bei beiden Erkrankungen Blut im Stuhl.

Darmkrebs:
Dieser Krebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung in der Schweiz und die zweithäufigste Krebstodesursache! Dabei ist diese schlimme Erkrankung bei einer Früherkennung fast immer heilbar! Seine Entstehung verläuft in mehreren Stufen, die Jahre dauern.
Warnsignale: erfordern einen Arztbesuch!
Allgemeine Symptome:

  • Ständige Müdigkeit
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Blutarmut

Auf den Darm bezogene Symptome:

  • Veränderungen der früheren Stuhlgewohnheiten (Durchfall und/oder Verstopfung auch im Wechsel),
  • Häufiger Stuhldrang ohne Stuhl absetzten zu können oder mit Abgang kleiner und/oder dünner Portionen
  • Häufige, anhaltende Bauchschmerzen mit Blähungen und Krämpfen, die nicht auf konkrete Ursachen zurückzuführen sind,
  • Blutungen
  • Blut im Stuhl (nicht WC Papier), schwarz gefärbter Stuhl
  • Schleim im Stuhl

Ihr Hausarzt wird in Kenntnis ihrer Gesundheit mit Ihnen die Symptome besprechen und allenfalls eine konkrete Abklärung z.B. Stuhltest oder Rektoskopie vorschlagen!

Darmkrebs-Vorsorge:
Sie macht Sinn bei der ganzen Bevölkerung ab 50 Jahren in einem Rhythmus von 2 Jahren. (Ab einem Alter von über 75 Jahren ist der Test nur nach ärztlicher Abklärung sinnvoll.) Bei der Stuhltest-Methode wird ein sogenanntes Screening auf vom Auge nicht sichtbares = okkultes Blut im Stuhl durchgeführt:
Im Stuhltest-Röhrchen befindet sich eine Flüssigkeit die wichtig für die Probe ist. Sie muss darin belassen bleiben, sonst ist der Test nicht auswertbar! Mehrmaliges Öffnen und Schliessen des Testes stört dagegen nicht.
Zur Gewinnung der Stuhlprobe werden mehrere Lagen WC Papier über die WC Schüssel gelegt und mit dem Rahmen fixiert, so dass der Stuhl nicht mit Wasser in Berührung kommt. Das Probenstäbchen wird an verschiedenen Stellen in den Stuhl gesteckt, so dass die Testzone vollständig benetzt ist. Es wird in das noch mit Flüssigkeit versehene Röhrchen wieder hineingesteckt und sorgfältig verschlossen. Dann in den vorfrankierten Umschlag gesteckt und zur Post gebracht. FERTIG!

Gesunde Lebensweise:
Eine Senkung des Risikos wird durch folgende Faktoren erreicht:

  • Nichtrauchen
  • Mässiger Alkoholkonsum
  • Kein Übergewicht
  • Ausgewogene Ernährung mit Früchten, Gemüse, Ballaststoffen Vollkorn, Milchprodukten, Fisch)
  • Und körperlicher Aktivität

Sind Sie an weiteren Informationen interessiert?
Lassen Sie sich beraten und/oder besuchen Sie die Website: www.nein-zu-darmkrebs.ch

Ihr Team der Vinzenz Apotheke
eine quelle der gesundheit