Erkältung

Nach einem wunderschönen und auch warmen Herbst hat uns die kalte Jahreszeit erreicht und damit auch die üblichen Beschwerden. Alle möchten sich so gut wie möglich davor schützen aber viele Menschen leiden bereits an einer Erkältung und grippeähnlichen Symptomen.
Eine echte Grippe ist eine heftige Erkrankung, die sich durch einen plötzlichen Beginn äussert. Sie ist von einer schweren Erkältung nicht ganz einfach zu unterscheiden:

Erkältung Grippe
Beginn: Langsamer Beginn Plötzlicher Beginn
Krankheitsverlauf: 1.Phase:
Trockener kratzender Hals,
Niesreiz, Hustenreiz
2.Phase:
Laufende Nase mit zu-
nehmender Gelb-Verfärbung
der Nasensekrete, Husten
1. Phase:
Frösteln, Fieber
Symptome verstopfte oder laufende Nase
Halsschmerzen, Husten
leichte Kopf- und Gliederschmerzen
selten oder eher bei Kindern:
Müdigkeit und Fieber (Schüttelfrost)
hohes Fieber
Müdigkeit
Kopf- und Gliederschmerzen
Husten evtl. Schnupfen
Saisonale Häufigkeit: Frühjahr und Herbst Winter (meist Feb.-März)

Beide Erkrankungen werden von Viren verursacht und auch auf dieselbe Art übertragen. Man steckt sich durch direkten Kontakt oder über Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen an. Damit erklären sich auch die bekannten Prophylaxe-Massnahmen wie: Händewaschen; in ein Papiertaschentuch/Armbeuge husten oder niesen; Vorsicht bei Kontakt mit Erkrankten; bzw. bei Grippe-Symptomen zuhause bleiben. Eine mögliche Grippe-Prophylaxe ist die Grippe-Impfung. Am 4. November ist der nationale Grippe-Impf-Tag. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Apotheker danach. Diese Impfung schützt vor der echten Grippe bietet aber keinen Schutz vor einer Erkältung.

Eine Erkältung wird in den meisten Fällen von Rhinoviren verursacht. (Es gibt bis zu 200 verschiedene Arten, zudem mutieren die Viren andauernd und verunmöglichen so die Entwicklung eines Impfstoffes.) Sie gelangen in den Nasen-Rachenraum, vermehren sich in den obersten Zellen der Schleimhaut und zerstören sie dabei. Es können auch die Nebenhöhlen, die Eustachische Röhre (die Verbindung vom Rachenraum zum Mittelohr) oder die unteren Atemwege betroffen sein, was zu einer Neben/Stirnhöhlen- zu einer Mittelohr-Entzündung oder Bronchitis führen kann. Meist ist die Reaktion des Immunsystems an den Symptomen schuld. Es versucht an den Eindringort der Viren eine Vielzahl an Abwehrzellen zu bringen über eine vermehrte Durchblutung und eine Erhöhung der Körpertemperatur.

Eine Erkältung dauert im Schnitt 7-10 Tage, in seltenen Fällen bis zu 3 Wochen. Besonders der Husten kann lange anhalten.
Als Therapie kommt nur eine Linderung der Beschwerden in Frage, eine kausale Therapie gibt es nicht:

  • gegen die verschiedenen Schmerzen werden die freiverkäuflichen Schmerzmittel eingesetzt;
  • gegen den Schnupfen gibt es Nasentropfen abschwellend oder nur befeuchtend, Kombinations-Präparate zum Einnehmen; Ihr Fachpersonal in der Apotheke oder Drogerie kann Sie individuell richtig beraten, es gibt einige Einschränkungen zu beachten;
  • gegen den Husten gibt es je nach Stadium Schleim-lösende oder Hustenreiz-stillende Präparate, auch hier ist eine Beratung hilfreich;
  • gegen das Halsweh gibt es gutwirksame Lutschtabletten, Sprays oder Gurgelwässer;
  • am beliebtesten sind die Kombinationspräparate, die mehrere Symptome gleichzeitig abdecken, auch hier ist eine gute Beratung nötig, da die Kombination sinnvoll und ungefährlich sein soll.
  • Vitamine und Mineralstoffe unterstützen den Genesungsvorgang und können auch vorbeugend eingesetzt werden

Was kann man vorbeugend dagegen tun?

  • Wie oben erwähnt Vitamine: ein Multivitamin-Präparat lässt keinen Mangel auftreten
  • Mineralstoffe z. B. Schüssersalze unterstützen das Immunsystem
  • Spurenelemente besonders Zink ist zur Vorbeugung hilfreich.
  • Auch hier gibt es sinnvolle Kombinationen und Kombinationspräparate, fragen Sie danach in Ihrer Apotheke oder Drogerie
  • Weitere Immunstimulanzien auf pflanzlicher homöopatischer oder spaghyrischer Basis bauen einen guten Schutz auf.

Am sinnvollsten ist jedoch nach wie vor:

  • Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse und Obst (5 Portionen am Tag) die mit Genuss ,Mass und regelmässig gegessen werden soll;
  • Genügend Bewegung vor allem an der frischen Luft
  • und nicht zu vergessen genügend Schlaf

schützen uns am besten vor den Unwegsamkeiten der kalten Jahreszeit.
Geniessen Sie einen gesunden Spätherbst

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