Narben

Hinter jeder Narbe steht eine Geschichte.

Entstehung:
Wird nur die sogenannte Oberhaut verletzt, entsteht normalerweise keine Narbe. Oberflächliche Defekte oder sauber vernähte Schnitte heilen mitunter so exakt wieder zusammen, dass keine Zeugen an die Verletzung erinnern.
Eine Narbe entsteht erst nach einer tieferen Verletzung der Haut nämlich der Lederhaut. Genauer gesagt stellt sie den Endzustand der Wundheilung dar. Sie bildet sich nach einer Zerstörung des kollagenen Netzwerkes der Haut, Dabei sind diese kollagenen Fasern nicht mehr netzartig angeordnet (komplex verflochten), sondern parallel angeordnet. Das erklärt zum einen die Minderwertigkeit des gebildeten Gewebes, es ist nicht mehr so stabil, vor allem bei grossen Narben sind sogenannte Narbenbrüche bekannt. Zum anderen fehlen Talg- und Schweissdrüsen und je nach Grösse auch die farbbildenen Zellen (Melanozyten), die Narbe bleibt weiss und muss vor zu starker Sonneneinstrahlung lebenslang geschützt werden.

Wundheilung:
Je nach Grösse und Tiefe verheilen Wunden meist innerhalb von Wochen. Bis die Narbe ausreift (die Wunde wirklich verheilt ist) können nochmals sechs bis zwölf oder in Einzelfällen bis zu 24 Monate vergehen. Reife Narben sind blass, flach, weich und schmerzlos. Bis dahin können sie gerötet sein, jucken und leicht über das Hautniveau erhoben sein. Für ein gutes, kosmetisch ansprechendes Ergebnis sind möglichst optimale Wundheilungsbedingungen notwendig: die Wunde darf sich nicht entzünden, die Ränder sollten möglichst glatt begrenzt sein und der Wundgrund sollte feucht gehalten werden. Da jede Narbenbildung individuell sehr verschieden ist und auch von der Verletzungsart, dem Ort, dem Hautzustand, dem Alter des Patienten und weiteren Faktoren abhängen, ist eine gute Pflege während der Heilung sehr wichtig:

5 Tipps zur Wundheilung:

  • Zug, Druck und Dehnung der Wunde vermeiden; keine scheuernde Kleidung tragen, Vorsicht bei Sport und bei Dehnungsübungen.
  • UV-Strahlung meiden (junge Narben sind besonders anfällig auf die Strahlung und reagieren entweder mit einer Entzündung oder einer übermässigen Pigmentierung.
  • Bereits geschlossene Wunden mehrmals täglich sanft mit einer guten Fettcreme oder einer speziellen Narbensalbe massieren.
  • Strikte Hygiene (um Wundinfektionen zu vermeiden).
  • Frische Naben vor Reizungen aller Art und vor allem vor Austrocknung schützen.

Wann darf mit der Behandlung der Narbe begonnen werden?
Sobald die Fäden gezogen sind und oder der Schorf von der Wunde abfällt, darf der Patient zweimal täglich sanft massieren. Ein lokal aufgetragenes Silikonpflaster oder bei wulstigen Narben ein Kompressionsverband unterstützen die Heilung. Lassen Sie sich von ihrem Arzt oder Apotheker beraten!

Um auf den Anfangssatz zurück zu kommen: Hinter jeder Narbe steht eine Geschichte…
Narben hinterlassen eben nicht nur Spuren am Körper, sondern manchmal auch ganz tief in der Seele. Kleine Unfälle sind im Alltag schnell passiert und heilen in der Regel ohne Komplikationen. Bei den anderen, wenn sie auch nach den oben angesprochenen Punkten gut verheilt sind, können manchmal lebenslange Störungen zurückbleiben. In diesen Fällen lohnt es sich besonders eine Narbenentstörung zu versuchen.

Narbenentstörung:
Manche Narben verursachen „Störfelder“. In vielen vor allem östlichen Heilmethoden spricht man von Energieflüssen (z.T. werden sie Meridiane, Chi, Prana, Vitalenergie…genannt), die den gesunden Körper durchziehen. Wenn diese gestört sind, können sie ihre Aufgaben, die Körperteile, Organe, Drüsen oder Bindegewebe nicht mehr mit der nötigen Lebensenergie versorgen und es entstehen Blockaden mit ganz unterschiedlichen Beschwerdebildern. Oft werden diese Beschwerden nicht mit der/den Narben in Verbindung gebracht und die Patienten leiden lange Zeit.
Unsere Spezialistin für die Fussreflexzonenmassage Frau Vreni Suppiger (www.praxis-silence.com) ist ebenfalls spezialisiert auf eine Narbenentstörung und kann im Rahmen ihrer Behandlung auf viele erfolgreiche Entstörungen zurückblicken. Ein Termin bei Ihr oder bei uns in der Apotheke kann sich lohnen. Wir informieren gerne.

Ihr Team der Vinzenz Apotheke
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