Schlafen: Gesunder Schlaf

Der Schlaf ist der Zustand der äusseren Ruhe bei Lebewesen mit unterschiedlichen Lebenszeichen zum Wachzustand (Puls, Atemfrequenz und Blutdruck sinken). Ein eigenes Teilgebiet der Medizin die Schlafmedizin mit eigener Schlafforschung (Somnologie) beschäftigt sich damit. Die Funktion des Schlafes ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass wir schlafen müssen, um zu überleben. (Eine alte Foltermethode war und ist der Schlafentzug) In Zurzach befindet sich beispielsweise ein Schlaflabor. Ein gesunder ausreichender Schlaf ist die Voraussetzung für einen guten erfolgreichen Tag. Darum suchen viele Menschen bei Schlafstörungen einen Arzt auf. Bei fast einem Drittel aller Konsultationen bei den Hausärzten ist dies ein oder das Thema.

Wie viel Schlaf brauchen wir?

Eine innere Uhr ist für unseren eigenen individuellen Schlaf verantwortlich. Sie ist auch für den Hormonhaushalt des Körpers massgeblich verantwortlich. Ein weiterer Faktor ist die Zeit, die seit dem letzten Aufwachen vergangen ist.
Nicht jeder Mensch braucht gleich viel Schlaf. Eine persönliche Schlafdauer kann zwischen 6 und 10 Stunden liegen. Die durchschnittliche Schlafdauer beträgt:

Alter Durchschnittliche Schlafdauer pro Tag
Neugeborene Bis zu 18 Stunden
Kleinkinder bis 3 Jahre 12 – 15 Stunden
Kinder bis 12 Jahren 9 – 13 Stunden
Jugendliche ab 12 Jahren 9 – 10 Stunden
Erwachsene bis 70 Jahre 6-8 Stunden
über 70 Jahre 5.5-6 Stunden

Tipps für einen erholsamen Schlaf

  • Morgens immer zur selben Zeit aufstehen
  • Tagsüber körperliche Aktivität, am besten draussen an der frischen Luft
  • Coffein haltige Getränke nur bis mittags zu sich nehmen
  • spätes und schweres Essen am Abend vermeiden
  • das Schlafzimmer sollte möglichst dunkel, eher kühl (gut gelüftet) und ruhig sein
  • ein warmes Bad hilft, sich zu entspannen und ruhig zu werden für die Nacht
  • sich an Rituale gewöhnen, wie vor dem Schlafen einen Tee trinken, Licht dämpfen, leise und ruhige Musik hören

Schlafstörungen

Eine bekannte Störung des Schlafes ist das Schnarchen (eigenes, aber eher das des Partners). Dabei handelt es sich normalerweise um eine vorübergehende Störung, wenn dies während einer Erkältung auftritt. Auch nach Alkoholgenuss erschlafft die Muskulatur des Rachenraumes vermehrt, mit der Folge einer Verengung der Luftpassage. (Es kommt zu einem Flattern des Gaumensegels mit dem charakteristischen Geräusch). Mögliche Hilfen zur Minderung dieses Problems erhalten Sie in ihrer Apotheke oder Drogerie.
Anatomische Veränderungen im Nasen- Rachenbereich sind in der Regel nicht so harmlos und können bis zur Schlafapnoe (kurze Phasen mit Sauerstoffmangel) führen, ein Zustand, der medizinisch abzuklären ist, da er auf lange Sicht zu Problemen wie erhöhtem Blutdruck etc. führen kann. Es gibt seit diesem August ein kostenloses iPhone-App für Schlafapnoe namens „Sleep&Cardio“. Es soll Wissen vermitteln und mit Fragen eine mögliche Diagnose erleichtern.

Weitere Ursachen:

  • Alter
  • Reizüberflutung
  • Psychische Belastungen und Stress
  • Erkrankungen, z.B. mit Schmerzen
  • Hormonumstellungen
  • Umstellung des normalen Tagesablaufs, z.B. durch Schichtarbeit oder Jet Lag

Auch Kinder können unter Schlafstörungen leiden, auch bei ihnen kann der Rhythmus durcheinanderkommen.

Abhilfe

Die Folgen von Schlafmangel (die Summe von fehlenden Schlafstunden) sind Müdigkeit, Unlust, Konzentrationsmangel und Reizbarkeit. Chronische Schlafstörungen vermindern die Leistungsfähigkeit und die psychische Belastbarkeit. Abhilfe wird meistens durch die Einnahme von Schlaftabletten gesucht. Diese sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, da die Gefahr einer Gewöhnung oder sogar Abhängigkeit sehr gross ist.
Die alternative Medizin bietet mit einer Vielzahl an Möglichkeiten eine sanfte Therapie an. Sie ist besonders geeignet für leichtere Formen und vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Dabei helfen Schuessler Salze, spagyrische Präparate im speziellen Mischungen. Auch homöopathische Mittel können helfen, die Schlafqualität zu verbessern.
Pflanzliche Präparate aus Hopfen, Baldrian, Melisse und Orangenblüten helfen sanft bei Ein- oder Durchschlafstörungen.
Ein Schlafprotokoll ist sinnvoll, um die Ursache der nächtlichen Wachphasen herauszufinden.
Sie müssen nicht länger die Nächte totschlagen. Kommen Sie bei uns vorbei und lassen Sie sich beraten. Wir haben noch viele weitere Möglichkeiten und Tipps, wie Sie am Morgen erholt aufwachen können.

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