Sonnenschutz

In den letzten Tagen durften wir uns alle über die Sonnenstrahlen freuen. Schattenseiten hat fast niemand gesucht und so hatten wir auch die ersten Sonnenbrände zu behandeln, ein Grund über das Thema Sonnenschutz heute zu informieren.
Eigentlich hat uns die Natur so ausgestattet, dass wir mit den Sonnenstrahlen umgehen können. In der Haut gibt es Zellen, die auf Sonneneinstrahlung das Pigment Melanin bilden. Letzteres ist in der Lage einen Teil der UV-Strahlung aufzufangen und in Bräune umzuwandeln. Dieser Schutz erreicht aber auch nach mehrwöchigem Aufenthalt in der Sonne höchstens einen Lichtschutzfaktor von 4-6! Ein weiterer Schutzmechanismus ist, die Fähigkeit der Haut geringe durch die Sonnenstrahlen (UV-) verursachte Schäden (an der Erbinformation in Zellkernen) zu reparieren. Bei schweren und/oder nicht reparierbaren Schäden werden diese Zellen zerstört (sichtbar am sich Schälen nach einem Sonnenbrand). Leider werden dabei nicht alle Schäden behoben, es entwickelt sich ein sogenanntes Schadensgedächtnis. Bei zu langem negativem Einfluss der Sonne entwickeln sich dann die unterschiedlichen Arten des Hautkrebses. Darum sollte man bei sich verändernden Hautmalen in die Apotheke oder gleich zum Arzt/Hautarzt gehen und eine Expertenmeinung einholen.

Warum genügt beim modernen Menschen dieser gut ausbalancierte Schutz nicht mehr aus?
Unsere gestiegene Lebenserwartung ist ein Hauptgrund, unser verändertes Freizeitverhalten mit den häufigen Fernreisen in Ländern mit intensiver Sonneneinstrahlung und nicht zuletzt unser verändertes Schönheitsideal (braun = gesund und erfolgreich) tragen zu den erhöhten Zahlen des Hautkrebses bei. Der Schutz muss in der Kindheit und vor allem auch bei Jugendlichen beginnen!! Eine Website (www.lichtschutzfactory.info) spricht besonders Jugendliche auf dieses Thema an.

Wie wähle ich das geeignete Sonnenschutzmittel aus?

  • Primär wird der Hauttyp bestimmt:
    je jünger und je heller die Haut und Augenfarbe, desto höher muss der Schutzfaktor gewählt werden:
    Kinder: (bis jährig gehören gar nie in die Sonne) hoher Schutz ab 30 und hoher Anteil an Mikropigmenten
  • Welcher Sonnenschutz ist für welches Land ist zu wählen?
    je näher am Äquator, desto höher der Faktor. Und es gilt: nie in der Mittagszeit in die volle Sonne;
    je höher das Ferienziel liegt: gilt desto höher der Faktor! (Gebirge)
  • Erlaubte Sonnenzeit abschätzen: es gilt nicht: Faktor 20 = 20 Mal länger in der Sonne; rein rechnerisch wäre das so denkbar, aber die Eigenschutzzeit ist abhängig vom Hauttyp und dem Ort an dem sie Sonne scheint. Faustregel: lieber kürzer in der Sonne und einen höheren Schutzfaktor wählen.
  • Welche Art des Sonnenschutzes soll ich wählen (Creme, Spray Lotion etc.)?
Gesicht Cremen oder Gele
Lippen/Ohren Stifte
Körper:
normale Haut Lotionen, Spray
Trockene Haut Lipogele, Cremen oder bei
vorgebräunter Haut auch Öle
Fettige Akne- oder behaarte Haut Hydrogele und alkoholische Lösungen
  • Besonderheiten:
Sportler prinzipiell einen hohen (bis sehr hohen) Faktor auswählen, je nach Sportart ist man sehr lange in der Sonne, schwitzt und man sollte daher den Schutz regelmässig erneuern.
Beruflich im Freien arbeitende Menschen immer schützen (s.o.) und die Haut regelmässig pflegen mit Après-Sun bzw. befeuchtenden Produkten.
Kleinkinder ebenfalls einen hohen Schutz wählen und regelmässig erneuern.
Glatzen gehören nie ungeschützt an die Sonne.
Aufzutragende Mengen VIEL HILFT VIEL! Grob gesagt sollte ein durchschnittlich grosser Erwachsener ca.35g auf die gesamte Körperoberfläche auftragen!

Eine besondere Beratung brauchen Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen (Diabetes, Neurodermitis etc.). Kommen Sie zu uns wir beraten Sie gerne und

Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke
eine quelle der gesundheit