Warzen: unsere Therapievorschläge

Das Ziel der Behandlung ist die vollständige und dauerhafte Entfernung der Warzen unter Vermeidung von Narben, Nagelschäden oder Traumata durch eine schmerzhafte Behandlung. Weil aber kein Verfahren dieses mit Sicherheit erreichen kann, und weil Hautwarzen häufig (bis zu 60%) spontan abheilen, müssen aus medizinischen Gründen die wenigsten Warzen behandelt werden! Nochmals: bei gesunden Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem sind Warzen harmlos.

Ein Arzt sollte in folgenden Fällen doch die Situation anschauen:

  • Bei einer unsicheren Diagnose, bei älteren Menschen können kleine hautkrebsartige Tumoren ähnlich aussehen.
  • Grosse, kosmetisch störende oder das Gehen behindernde Warzen.
  • Schmerzhafte Dornwarzen.
  • Bei starker Ausbreitung, (viele Warzen über den ganzen Körper verteilt), es könnte eine innere Erkrankung dahinterstehen.
  • Warzen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Finger- oder Zehennägeln.
  • Bei diversen Grundkrankheiten wie Diabetes oder bei ständiger Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken.

Was kann man nun machen? Weil es keine sichere Behandlungsmethode gibt, werden sehr viele Möglichkeiten angeboten. Wichtig ist immer ein gutes Reinigen der bei der jeweiligen Behandlung verwendeten Gegenstände, um eine Übertragung zu verhindern!

Unsere Empfehlungen beginnen je nach Patient mit der möglichst harmlosesten Behandlungsvariante:

  • Unser spagyrischer Warzenspray, es werden mindestens 3 mal täglich 2 Sprühstösse auf die zu behandelnde Stelle und in den Mund gesprüht.
  • Als pflanzliche Variante kann Schöllkraut verwendet werden: der gelbliche Milchsaft (er enthält viruzide Alkaloide) wird mindestens einmal täglich auf die Warze aufgetragen. Aber Vorsicht die Hände müssen jeweils nach der Applikation gewaschen werden.
  • Homöopathisch haben sich verschiedene Präparate bewährt:
    • Thuja als Globuli zum Einnehmen und als „Tinktur“ zum Auftragen besonders bei weichen, juckenden, berührungsempfindlichen Warzen mit dunkler, bräunlicher Farbe.
    • Stibium bei sehr harten, verhornten eher flachen Warzen und bei Personen, die zu Schwielen und Hornhautausbildung neigen.
    • Causticum bei harten Warzen, die über das Hautniveau herausragen und durch mechanische Reizung bluten.
    • Acidum nitricum eignet sich bei weichen gezackten oft hautfarbenen Warzen. Sie bluten leicht beim Waschen und können einen stechenden Splitterschmerz verursachen.
  • Wählt man die klassische Variante mit hornhautauflösenden Salben oder Tinkturen ist Geduld und Disziplin erforderlich:
    Als erstes ist ein 15 minütiges Bad z.b. mit Medizinalseife erforderlich. Anschliessend wird die aufgeweichte Hornhaut mit einem geeigneten Gerät (Hornhauthobel oder Bimsstein) entfernt, ohne dass es zu Blutungen kommen darf! Die gesunde Haut rund um die Warze wird mit einer fetthaltigen Creme oder Salbe geschützt, bevor das wirkstoffhaltige Präparat unmittelbar auf die Hautwucherung aufgetragen wird. Die Applikation sollte in der Regel zweimal täglich erfolgen. Die Therapie dauert mehrere Wochen. Normalerweise trocknen die flüssigen Präparate innert weniger Minuten zu einem flüssigen Film, der vor dem erneuten Auftragen vorsichtig entfernt (abgezogen) werden muss.
  • Alternativ dazu gibt es wirkstoffhaltige Pflaster. Ihre Grösse muss genau auf die Grösse der Warze angepasst werden. Sie werden mit einem zweiten Pflaster fixiert und alle 2 Tage erneuert. (Die Prozedur mit Einweichen etc. wird genau gleich durchgeführt)
  • Vereisung: mittels Vereisungsverfahren lassen sich ebenfalls die Warzen zur Abheilung bringen. Diese Verfahren sind schmerzhaft und sollten daher nur in bestimmten Fällen angewendet werden. Je nach Präparat und Grösse der Warze wird der Applikator 20 bis 40 Sekunden auf die zu behandelnde Stelle aufgedrückt, wodurch sich die entsprechende Hautstelle weiss verfärbt. Dabei entstehen stechende oder brennende Schmerzen. Die Vereisung führt zu einer Blasenbildung unterhalb der Warze. Letztere fällt nach 10 bis 14 Tagen ab und hinterlässt neue, gesunde Haut. Falls das nicht so optimal funktioniert, dürfen pro Warze maximal 3 (-4) Anwendungen im Abstand von mindestens 2 Wochen durchgeführt werden. Bei direkt benachbart liegenden Warzen ist ebenfalls ein zeitlicher Behandlungsabstand von 2 Wochen einzuhalten. Diese Methode ist nicht geeignet für Kinder unter 4 Jahren, bei Diabetikern oder Menschen mit Durchblutungsstörungen, genauso wenig für Muttermale, auf Schleimhäuten und im Genitalbereich.

Sie sehen, es gibt viele medizinische Möglichkeiten den Warzen zu Leibe zu rücken! Dabei sind all die Erfahrungswerte aus dem Schatz der „Hausmedizin“ wie Schnecken darüber laufen zu lassen oder Warzenbesprechen nicht erwähnt worden.

Bei Bedarf lassen Sie sich beraten z.B. in der
Vinzenz Apotheke
eine quelle der gesundheit