Warzen

Hautwarzen sind den meisten von uns gut bekannt; und die Behandlungsmethoden reichen von Besprechen bis zu chirurgischer Entfernung, mit unterschiedlichen Erfolgen! Warzen sind eine Wucherung der oberen Hautschicht. Sie werden je nach Erreger (meist Papilloma-Viren), Form und Lokalisation unterschieden:

  • Vulgäre Warzen an Händen, Füssen und anderen Körperstellen
  • Plantare Warzen an den Fusssohlen
  • Plane Warzen im Gesicht, an den Händen und an den Fingerrücken
  • Dellwarzen (Molluscum contagiosum) im Gesicht, im Genitalbereich und am Oberkörper
  • (Feigwarzen, sie sind auf den Schleimhäuten im Genital und Analbereich.) Sie werden hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt, sie gehören unbedingt in ärztliche Behandlung!
  • Am häufigsten werden Warzen im Alter von 20 bis 30 Jahren beobachtet. Sie kommen überall auf der Welt vor.
  • Dellwarzen zeigen sich vor allem bei Kindern unter 10 Jahren.
  • Man nimmt an, dass praktisch jeder Mensch einmal im Leben eine Minimalinfektion mit dem Warzenerreger durchgemacht hat. Da die Infektion häufig „stumm“ verläuft ist sie uns nicht bewusst. Unser Immunsystem kann auch die Infektion abwehren und es erfolgt eine sogenannte Spontan-Heilung.
  • Das Virus verbleibt aber im Körper und kann je nach Änderung der Immunlage wieder ein Warzenwachstum auslösen. Wir kennen das auch von den Fieberblasen oder der Gürtelrose, ebenfalls Viruserkrankungen.
  • Übertragung: Durch kleine Verletzungen gelangen die Viren (z.B. aus abgeschilferten Hornstückchen erkrankter Personen) in die Haut und vermehren sich. Wenn Wasser oder Schweiss die Haut aufweicht, ist das Infektionsrisiko höher. Schwimmbäder oder Saunen sind gefürchtete Übertragungsorte.
  • Risikofaktoren: Eine Immunsuppression erhöht das Risiko enorm. Gemäss einer Studie hatten 90% aller nierentransplantierten Patienten nach 5-6 Jahren Warzen entwickelt. Eine lädierte Haut (bei einer atopischen Dermatitis z.B.), häufiges Kratzen oder eine langdauernde Steroidbehandlung sind ebenfalls mit einem erhöhten Risiko verbunden.
  • Prophylaxe: direkten Kontakt mit Warzen anderer Menschen vermeiden, in öffentlichen Gebäuden (Schwimmbädern etc.) nicht barfuss gehen, keine gemeinsamen Badetücher benutzen, luftdurchlässige Kleidung tragen, Warzen nicht aufkratzen: damit eine Eigeninfektion vermeiden!

Vulgäre Warzen
Sie werden auch als gemeine Warzen bezeichnet. Sie haben eine raue und schuppige Oberfläche und treten vor allem an Händen, Knien und Füssen auf. Sie sind begrenzt, Stecknadel- bis Siegelring- gross, manchmal in grösseren Verbänden.

Plantare Warzen
Kommen an der Fusssohle vor. Man unterscheidet:

  • Dornwarzen: diese wachsen an der Druckstelle dornartig in die Tiefe, schmerzen und haben oft eine graugelbe Oberfläche
  • Mosaikwarzen: sie sind oberflächlich und eher schmerzlos, können aber zu „Beeten“ anwachsen.

Warzen sind bitte nicht zu verwechseln mit Hühneraugen! Letztere haben keine schwärzlichen Einschlüsse! Die Behandlung ist prinzipiell dieselbe, zusätzlich soll man hier den Druck auf diese Hautpartie vermeiden!!
Bösartige Tumore sind als solche durch eine stetige Grössenzunahme zu erkennen!
Alterswarzen: kommen vor allem in höherem Lebensalter an Brust, Rücken Gesicht, Hals Streckseiten von Händen und Unterarmen vor. Sie sind scharf begrenzt, unterschiedlich gross, weich erhaben und schmutzig grau mit zerklüfteter Oberfläche. Sie werden nur operativ entfernt, wenn sie optisch störend sind.

Plane Warzen
Dabei handelt es sich um rundlich ovale, weiche, flache, an der Oberfläche leicht gefederte, rötlich gelbe Papeln mit einem Durchesser von 3-4 mm. Sie treten oft in grösserer Zahl bei Kindern und Jugendlichen an Gesicht und Händen auf. Wenn sie durch Kratzen verbreitet werden, sind sie strichförmig angeordnet.

Dellwarzen
Sie zeigen sich als kleine hellrote Papeln mit einer glänzenden Oberfläche und einer charakteristischen Delle in der Mitte der Hauterhebung. Sie sind stecknadel- bis max. erbsengross. Beim Zusammendrücken kann sich eine weissliche, fettige Masse entleeren. Sie bilden sich einzeln oder in Gruppen bis zu mehreren Hundert oder in Strichen angeordnet. Bei Kindern kommen sie im Gesicht, an Augenlidern, Hals OBERKÖRPER, Oberarmen, in den grossen Beugen und am Unterkörper vor. Bei ca. 16% heilen sie innerhalb eines Jahres spontan ab!

Unsere Therapievorschläge erfahren Sie im nächsten Ratgeber oder direkt bei uns.

Bei Bedarf lassen Sie sich beraten, z. B. in der
Vinzenz Apotheke
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