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Kinder: Kinderkrankheiten

Gespeichert von Admin am/um Mo, 01/10/2018 - 15:20

Es gibt die sogenannten klassischen Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Scharlach und Windpocken. Zum Teil werden das Dreitagefieber und Ringelröteln noch dazu gezählt. Da seit Anfang der 80-iger Jahre keine Fälle mehr mit Diphterie und Kinderlähmung aufgetreten sind, fehlen sie in dieser Aufstellung. Diese Krankheiten sind durch eine wirksame Schutzimpfung eigentlich selten geworden und treten nur noch sporadisch auf. Es ist dennoch wichtig sie zu kennen. Wir stellen diese und andere Erkrankungen in den kommenden Ratgebern vor. Eine kurze Zusammenfassung bringen wir aber schon jetzt:

  • Dreitagefieber: Es beginnt plötzlich, mit hohem, kaum beeinflussbarem (hohem) Fieber. Das Kind hat einen meist relativ guten Allgemeinzustand. Nach dem Fieber sieht man hauptsächlich am Rumpf und Nacken feine rötliche Flecken und Knötchen. Sie verbleiben nur einige Stunden bis maximal 2 Tage.
  • Masern (Morbilli): Sie beginnen mit hohem Fieber, Husten und einer gleichzeitigen Augenentzündung. Die Kinder sind „lichtscheu“. Es zeigt sich ein grobfleckiger, ineinander fliessender Ausschlag, der oben (im Gesicht und hinter den Ohren) beginnt und sich nach unten fortsetzt. Ein besonderes Merkmal sind ausserdem die Koplik-Flecken im Mund (bläulich-weisse leicht erhabene Flecken von 0.2 bis 0.6 cm Durchmesser mit einer rötlichen Mitte gegenüber den unteren Backenzähnen).
  • Ringelröteln: Sie beginnen unspektakulär, eventuell mit leichtem Fieber oder Schnupfen. Es zeigt sich ein Ausschlag im Gesicht in Form eines Schmetterlings über der Nase und den beiden Wangen, später ein Ausschlag an Armen, Rumpf und Gesäss. Dabei ist der Ausschlag ring- oder girlanden-förmig.
  • Röteln: Sie beginnen mit mässigem Fieber oder kaum erhöhter Temperatur und mit einem leichten Krankheitsgefühl. Anfänglich sieht man eine Röte im Gesicht, die später nur schwach, kleinfleckig, hellrot ist und nicht zusammen fliesst und sich von oben nach unten bildet. Charakteristisch ist die starke Lymphknotenschwellung am Hals, Nacken und besonders hinter den Ohren.
  • Scharlach: Diese Erkrankung hat viele Erscheinungsbilder. Es gibt viele Menschen die Krankheitsträger (ansteckend) sind, die selber jedoch nicht krank sind! Sie ist durch plötzlich auftretendes hohes Fieber mit starken Halsschmerzen erkennbar. Es folgt ein feinfleckiger, rauer Ausschlag von oben nach unten (v.a. Leisten und Achselhöhle mit einem ausschlag-freien Mund-Kinn Dreieck!). Typisch ist dabei die Himbeerzunge: anfänglich ist die Zunge belegt. Dann sieht man die roten entzündeten Papillen (wie eben bei einer Himbeere).
  • Windpocken = wilde Blattern: Das klinische Bild reicht von mild (bei Kindern) bis schwer (bei Neugeborenen, Neurodermitikern, Erwachsenen und Immungeschwächten). Die Windpocken beginnen mit leichtem Fieber. Anschliessend bilden sich die typischen stark juckenden, mit klarer Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Sie beginnen im Gesicht und am Stamm. Man findet sie aber auch auf dem behaarten Kopf und sehr unangenehm an den Schleimhäuten. Manche Erkrankte sehen schlimm, wie ein Streuselkuchen aus, andere haben einige wenige Pusteln. Ebenfalls typisch ist, dass die Hauterscheinungen gleichzeitig als Rötung, Fleck, Pustel, Bläschen und Kruste auftreten.
  • Mumps: Fast die Hälfte aller Erkrankungen laufen unbemerkt ab. Es beginnt mit Unwohlsein, Kopf- und Muskelschmerzen und leichtem Fieber. Nach 1 bis 2 Tagen beginnen die typischen Schwellungen der Speichel- und/oder Ohrspeicheldrüsen. Nach 3 bis 8 Tagen klingt die Erkrankung ab.

Im nächsten Ratgeber gehen wir ausführlicher auf die einzelnen Erkrankungen ein. Wir geben Informationen zur Selbst-Behandlung und ab wann ein Arztbesuch unumgänglich ist.

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