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Mücken - Gut geschützt

Gespeichert von Admin am/um So, 06/09/2015 - 19:12

Bei diesem wunderbaren Wetter sind wir bis spät in den Abend draussen und geben den fliegenden und stechenden Plagegeistern ein gutes Ziel ab. Bei guter und schneller Reaktion lassen sich manche Stiche vermeiden, gegen Zeckenstiche funktioniert das nicht, sie werden oft zu spät bemerkt. Daher ist VORBEUGEN angesagt.

Welche Wirkstoffe stehen zur Verfügung? Dieser Beitrag soll bei der Auswahl helfen!
Primär schützt man sich am besten mit
- dem Tragen von heller, nicht zu eng anliegender Kleidung (Mücken sind lieber an dunklen Stellen) und die Arme und Beine müssen bedeckt sein;
- „häufiges“ Duschen, Mücken lieben Schweissgeruch; genauer gesagt die dabei entstehende Milchsäure.

Mücken orten ihre Beute zunächst über das ausgeatmete Kohlendioxid. Sind mehrere Personen anwesend, entscheidet der individuelle Körpergeruch, wer gestochen wird. Die Einnahme von Alkohol, Vitamin B oder Knoblauch hilft nicht; letzterer schützt in begrenztem Mass nur vor Zecken nach einer schwedischen Studie. Zu den natürlichen Repellentien gehören ätherische Öle wie Basilikum, Lavendel, Thymian, Eukalyptus, Orangenblüten oder Teebaumöl. Ihre Wirkungsdauer ist je nach Konzentration auf ca. eine halbe Stunde begrenzt. Citriodiol, der Wirkstoff des chinesischen Zitroneneukalyptus, soll bis zu 6 Stunden vor den Plagegeistern schützen können und darf bei Kindern ab 1 Jahr verwendet werden. Citronella (Zitronengras) hat ebenfalls eine gute Wirkung, halt nur kürzer.
Wichtig zu Wissen: für welche Gegend das Repellent gebraucht wird!

Für die Tropen müssen tropentaugliche Produkte gewählt werden. Am besten untersucht sind hochprozentige Präparate (bis zu 50%) mit DEET (Diethyltoluamid) und Icaridin, die unter anderem Gelbfieber und Malaria-Mücken 8 bis 12 Stunden abhalten können. Dabei werden vorzugsweise auch die unverzichtbaren Moskito-Netze damit imprägniert. Für diesen notwendigen Schutz wird die potenziell nervenschädigende Wirkung von DEET in Kauf genommen. (Beim Menschen wird das Enzym Cholinesterase, das Botenstoffe im Gehirn abbaut gehemmt, wenn es in den Organismus gerät.) Darum ist dieser Wirkstoff auch in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern nur mit äusserster Vorsicht zu verwenden.

Auch für unsere Breitengrade sind ebenfalls die Mückennetze und Kleider der beste Schutz. Bei uns genügt eine Maschenweite von 2 Millimetern (in den Tropen 1 bis max. 1.2 Millimeter). Die Liste der Hausmittel ist lang und meist (gemäss wissenschaftlicher Tests) unwirksam mit den oben erwähnten Ausnahmen der ätherischen Öle.
Gemäss einer Übersicht der meisten in der Schweiz erhältlichen Mitteln sind die chemischen Repellentien sicher und bei bestimmungsgerechtem Einsatz unschädlich. Da alle eingesetzten Substanzen flüchtig sind, müssen sie z.B. nach dem Baden oder bei starkem Schwitzen oder bei heftigem Wind wieder aufgetragen werden!

Der Wirkstoff DEET ist das bestuntersuchte und am weitesten verbreitete Repellent. Es kann allerdings Kunststoffe und –Fasern, Leder sowie lackierte oder bemalte Oberflächen angreifen. Nylon und natürliche Fasern aus Wolle oder Baumwolle werden nicht beschädigt! Als Richtlinie kann folgendes gelten 5% Konzentration schützt 2 Stunden, 30% bis ca. 6 Stunden.
Der Wirkstoff Icaridin ist seit ca. 15 Jahren im Handel und wird als gute Alternative empfohlen, da er nicht materialschädigend ist und auf der Haut keinen öligen Film hinterlässt.
Die ebenfalls im Handel befindlichen Wirkstoffe EBAAP und PMD sowie DMP sollen ebenfalls gute Wirkungen zeigen, sind aber noch nicht solange bekannt.

Alle Wirkstoffe sollten nie dauerhaft angewendet werden, da alle, auch natürliche, Haut und Schleimhäute reizen können. Sonnenschutzmittel müssen sinnvollerweise eine halbe Stunde vor der Anwendung eines Repellents eingecremt werden.
Lassen Sie sich beraten und freuen Sie sich über jeden schönen Sommerabend

Ihr Team der Vinzenz Apotheke
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