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Ätherische Öle / Aromatherapie Anwendungen 5

Gespeichert von Admin am/um Do, 28/01/2016 - 18:06

Zum Lavendelöl, es ist ein echter Alleskönner, kommen wir in diesem Ratgeber. Wegen seiner vielfältigen Anwendungsbereiche füllt es einen ganzen Beitrag.

Lavendel fein (Lavandula angustifolia P. Millner syn. Lavandula vera) gehört zu den Lippenblütengewächsen oder lateinisch Lamiaceae.
Lavendelöl ist eine Bezeichnung, die genau zu betrachten ist: in der Aromatherapie arbeiten wir mit dem echten Lavendelöl oder auch Lavendel fein oder Lavendel extra genannt. Es ist zu unterscheiden von Lavandinöl, Speik-lavendelöl und Schopf-lavendelöl. Sie haben alle neben Gemeinsamkeiten auch ganz unterschiedliche Eigenschaften! Sein Name kommt vom lateinischen lavare=waschen. Im alten Rom wurde Lavendel als Badezusatz geschätzt. Es wurden auch Zimmer „gereinigt“, nach Krankheiten z.B. durch Ausräuchern mit Lavendelblüten.
Die Qualität oder Güte wird nach seinem Estergehalt bemessen, je höher die Gebirgslage, desto höher ist sein Gehalt an Ester. Leider wird durch Zugabe von synthetischem Ester die Qualität verfälscht, es lohnt sich vor dem Einkauf das Fläschli genau zu betrachten!
Damit ist bereits seine Heimat bzw. das Anbaugebiet bekannt. Ursprünglich kommt der wilde Lavendel aus Persien und Südfrankreich. Er gedeiht auf kargem, steinigem und unfruchtbarem Boden. Sengende Hitze und kalte Winterstürme verträgt er gut. Die Ernte der qualitativ besten Öle ist Handarbeit. Sie erfolgt über die Mittagszeit in grösster Hitze, denn dann ist der Gehalt des ätherischen Öles in den Blüten am höchsten. Durch diese Art der Gewinnung bleibt der Pflanzenbestand gesichert und im nächsten Jahr kann erneut eine Ernte erfolgen. Die grossen Felder in der Provence werden maschinell bearbeitet, hier wird ein qualitativ minderwertigeres Öl (genannt Lavandin) gewonnen, z.B. als Zusatz zu Putzmitteln oder zum Parfümieren von Wäsche und Papier.

Das echte Lavendelöl ist das Öl mit dem grössten Wirkungsspektrum und zusätzlich sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt
Es kann sowohl anregen, als auch entspannen. Diese scheinbar paradoxe Wirkung ist durch die grosse ausgleichende Kraft des Öles zu erklären! Es hilft körperlich wie seelisch Extreme zu besänftigen und kann wieder ein Gleichgewicht herstellen. Es wirkt mild regulierend auf zahlreiche Neurotransmitter (chemische Botenstoffe die unser Körper zur Informations-Übermittlung zwischen Nervenzellen, Nervenzentren und Drüsen u.a.m. benötigt). So wirkt es besonders auf das Serotonin, und kann damit hilfreich bei akuten und chronischen Schmerzen sowie bei von Ängsten begleiteten depressiven Verstimmungen helfen. Bei Herzbeschwerden ohne organische Ursachen oder bei Druckgefühl auf der Herzgegend, verursacht durch einen hochstehenden oder geblähten Magen, wirkt es beruhigend und entspannend. Es fördert die Schlafbereitschaft und beruhigt die Nerven ohne zu sedieren.

Ein weiterer grosser Anwendungsbereich ist die verletzte Haut! Es ist eine gute erste Hilfe bei leichten Verbrennungen (z.B. bei Sonnenbrand) und leichten Verbrühungen. Es wird unverdünnt direkt auf die verletzte Stelle aufgetragen. Seine auf die Seele wirkende Komponente hilft den mit der Verletzung einhergehenden Schock zu behandeln. Auch bei der Behandlung von Insektenstichen, insbesondere bei Bienen- oder Wespenstichen ist unverdünnt aufgetragenes Lavendelöl das Mittel der Wahl. Sonst wird seine Wirkung auch bei anderen Wunden, Ekzemen, Furunkeln, Dermatitis (Entzündungen der Haut), Fieberausschlägen, Herpes, Beingeschwüren, Juckreiz, Hautallergien, rheumatischen Schmerzen, Ischias, allgemeinen Muskelschmerzen, und nervösen Spannungen geschätzt. Es wird in Form von Kompressen, Wundauflagen Heilerde-Auflagen, Bädern, Massagen, Sprays und Einreibungen verwendet. Bei Kopfschmerzen hat sich die Kombination mit Pfefferminze bewährt (die Stirn bestreichen, als Nackenmassage oder als kühle Kompresse auf die Stirn gelegt).

Ein weiterer grosser Anwendungsbereich sind Lungenkrankheiten. Es wirkt abwehrsteigernd, fördert die Bildung von weissen Blutkörperchen und wirkt antiseptisch. Seine Beliebtheit als Vorbeugungs- und Heilmittel bei Erkältungskrankheiten, Grippe und Bronchitis ist besonders in Frankreich zu beobachten! Es wird innerlich und als Inhalation gebraucht, unter anderem auch bei Asthmatikern, da es nicht reizt und körperlich und seelisch entspannt.

Es lässt sich auch wunderbar mit anderen ätherischen Ölen mischen, denn es verträgt sich mit fast allen. Besonders gut harmonisiert es mit Zitrusölen, Nadelbäumen und Blumen. Probieren Sie es aus, unseren Alleskönner!
Eine wunderbare Mischung ist der „blaues Wunder“ – Spray, er hilft gegen stickige Luft und dient zur geistigen Erfrischung, oder die Schlafmischung, sie unterstützt das Einschlafen und sorgt für einen tiefen Schlaf; oder ein Öl gegen Muskelverspannungen, oder mischen Sie selber Ihre individuelle Mischung, wir beraten Sie gerne.

Das ganze Team der Vinzenz Apotheke wünscht allen Lesern eine gute Zeit.

Ihr Team der Vinzenz Apotheke
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