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Fieber

Gespeichert von Admin am/um Sa, 18/02/2017 - 13:32

In unserem letzten Ratgeber haben wir Sie über die Messung des Fiebers informiert, heute beleuchten wir den Begriff Fieber genauer.
Gemäss Pschyrembel (medizinisches Wörterbuch) ist Fieber = Febris eine krankhafte Veränderung des Allgemeinzustandes mit dem Hauptsymptom der Temperaturerhöhung. Es kommen normalerweise weitere Beschwerden dazu wie Mattigkeit, Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Puls- und Atembeschleunigung, Kopfschmerzen, evtl. Erbrechen, Herpes und Hautausschläge.

Grundlagen: Die Konstanz der Körpertemperatur (in einem recht engen Temperaturbereich) ist eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren unserer Körperfunktionen. Da die meiste Wärme im Körperinneren produziert wird gibt es ein Temperaturgefälle von innen nach aussen. Dabei spielt die Umgebungstemperatur ebenfalls eine Rolle. (Die Normwerte der Kerntemperatur liegen im Mittel bei 37° Celsius, die der Haut für einen unbekleideten Menschen bei 33-34°C.)
Da Menschen in allen Klimazonen der Erde leben, ist eine Anpassung an die jeweilige Umgebungstemperatur nötig und möglich. Wir bemerken nur eine „schnelle“ Anpassung: Schwitzen bei Hitze und Kältezittern bei Frost.

Die Körpertemperatur wird im hinteren Hypothalamus, einer Hirnregion im Zwischenhirn, reguliert. Der Hypothalamus ist eine wichtige Regulationsstelle, hier werden noch andere Körperfunktionen reguliert, wie z.B. das Wachsein und Schlafen und der Blutdruck. Die Verstellung des Sollwertes bewirkt im Körper folgende Veränderungen:

wird der Wert erhöht, passiert folgendes:
Die normale Körpertemperatur von 37°C wird wie eine „echte“ Unterkühlung wahrgenommen. Deshalb drosselt der Körper die Wärmeabgabe über eine Verminderung der Hautdurchblutung (d.h. über eine Verengung der Hautgefässe). Zusätzlich wird die Wärmebildung gesteigert. Das wird über ein Kältezittern oder Schüttelfrost wahrgenommen und auch über ein subjektiv empfundenes Kältegefühl.

beim Absinken dagegen (Rückkehr zum normalen Sollwert) ist der Körper zu warm. Der Körper reagiert mit Schweissausbrüchen und die Haut erweitert die Blutgefässe. Man spürt ein subjektives Wärmegefühl.

Nochmals: Es gibt keine genaue Definition von Fieber. Generell spricht man aber von Fieber ab 38°C. (Subfebril = noch kein Fieber, sind die Temperaturen zwischen 37.1°C und 37.9°C; von hohem Fieber spricht man in der Regel ab 39°C oder ab 39.5°C). Diese Angaben beziehen sich auf die rektale Temperaturmessung!

Warum macht der Körper nun Fieber?
Es ist immer eine Reaktion des Organismus die gegen eine Krankheitsursache gerichtet ist. So stimuliert die erhöhte Körpertemperatur die Abwehrmechanismen. Andererseits bedeutet Fieber auch eine Belastung für den Organismus. Bei jüngeren Kindern sind die Fieberkrämpfe gefürchtet. Leider lassen sie sich nicht durch die alleinige Gabe von fiebersenkenden Mitteln verhindern. Ein zwingender Grund zum Arzt zu gehen! Bei Temperaturen über 41°C (besonders bei Säuglingen und Kleinkindern) besteht zusätzlich die Gefahr eines Kreislaufschockes.
Bei Säuglingen bis zu einem Alter von 3 Monaten ist Fieber über 38°C ein zwingender Grund zum Kinderarzt zu gehen! Das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht vollständig ausgebildet und die Fieberreaktion kann deshalb noch schwach und langsam sein. Ein Wert von 38°C ist daher besorgniserregend!
Fieber bei älteren und alten Menschen ist immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen, auch eine einfache Erkältung kann im Alter einen heftigen und gefährlichen Verlauf nehmen. Es kann aber auch ein erstes Anzeichen für eine bedrohliche Krankheit sein!

Man kennt verschiedene „Fieber“. Auf einzelne wie z.B. das Dreitagefieber sowie auf die Möglichkeiten das Fieber zu senken, gehen wir in einem nächsten Ratgeber ein.
Lassen Sie sich von einer Fachperson z. B. in der Vinzenz Apotheke beraten und bleiben Sie gesund.

Ihr Team der Vinzenz Apotheke
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