Sonnenvitamin D

Ein langer heisser Sommer geht zu Ende und wir freuen uns auf einen sonnigen Herbst. Dabei werden die Tage kürzer und wir merken das bereits. Die Möglichkeit Vitamin D über die Haut zu produzieren schwindet langsam durch die geringere Sonneneinstrahlung.

Das Wichtigste zuerst!

  • Gemäss dem neuesten Schweizer Ernährungsbericht (OFSP Bulletin nutritionnel suisse 18.11.2021) scheint die tägliche Vitamin D Aufnahme der Bevölkerung nur 20% der empfohlenen Menge zu erreichen (Die Daten sind erst ab dem 18. Lebensjahr verfügbar). Das heisst dann im Klartext, dass in den Wintermonaten (und die kommen jetzt) mehr als 60 % der Bevölkerung über 15 Jahren einen Vitamin D-Mangel aufweist. Dasselbe scheint bei den 3 bis 18 -jährigen Personen mit einem Prozentsatz von 15 bis 57% ebenso zu sein. Die Senioren (ab 60 Jahren) bezeichnen sich selbst als gesund und haben dennoch bis zu 70% einen Mangel!
  • Das grösste Risiko besteht bei den Kleinsten (Säuglinge und Kleinkinder). Um das Hautkrebsrisiko zu mindern, sorgt man für eine geringere Sonneneinstrahlung. Bei älteren Menschen führt die weniger effiziente Vitamin D -Eigenproduktion ebenfalls zu einem Mangel.

Die Behörden sehen aus dem grossen Bedürfnis eine Supplementierung als notwendig. Auf ein systematisches Testen kann daher verzichtet werden!

Empfohlene tägliche Einnahme-Mengen (immer mit einer Mahlzeit):

Säuglinge und Kids im ersten Lebensjahr   400 IE
Kinder im 2. und 3. Lebensjahr   600 IE
Personen 3 – 60 Jahre 600 IE im Winter*
Menschen ab 60 Jahren   800 IE

(*Winter heisst: ab Oktober bis März)

Besondere Gruppen:

Schwangere und Stillende 600 IE
Menschen mit Malabsorptionssyndrom  3`500 IE
Hüftfraktur2`000 IE
Bei nachgewiesenem schweren Mangel (Kids) 1`000 IE
Bei nachgewiesenem schweren Mangel (Adult)2`000 IE

(nachgewiesener schwerer Mangel heisst Werte von 25(OH)Vit D < 25 nmol/l)

Diese empfohlenen Mengen können entweder täglich, wöchentlich oder monatlich eingenommen werden. (Wir empfehlen die tägliche Einnahme. Bei einem Vergessen fehlt nur eine Dosis an einem Tag. Bei der monatlichen Einnahme ist schon ein ganzer Monat nicht abgedeckt!)

Eine Blutuntersuchung zeigt den Mangel. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Blutuntersuchung nur noch bei ausgewählten Patienten und eine Nachuntersuchung darf nur in Abständen von mindesten 3 Monaten erfolgen! Fragen Sie ihren Hausarzt oder in ihrer Apotheke nach den anfallenden Kosten und entscheiden dann, ob Ihnen eine individuelle Empfehlung das wert ist.

Weitere Informationen folgen im nächsten Ratgeber

Lassen Sie sich beraten und geniessen Sie die letzten Sonnenstrahlen im Freien.

Ihr Team der Vinzenz Apotheke